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zu einem Geschenk

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Ich wollte dir was dedizieren,
nein, schenken, was nicht zuviel kostet.
Aber was aus Blech ist, rostet,
und Messing-Gegenstände oxydieren.

Und was kosten soll es eben doch.
Denn aus Mühe mach ich extra noch
was hinzu, auch kleine Witze.
Wär bei dem, was ich besitze,

etwas Altertümliches dabei ---
doch was nützt dir eine Lanzenspitze!
An dem Bierkrug sind die beiden
Löwenköpfe schon entzwei.

Und den Buddha mag ich selber leiden.
Und du sammelst keine Schmetterlinge,
die mein Freund aus China mitgebracht.
Nein - das Sofa und so grosse Dinge kommen

überhaupt nicht in Betracht.
Ach, ich hab die ganze letzte Nacht,
rumgegrübelt, was ich dir geben könnte.
Schlief deshalb nur eine,

allerhöchstens zwei von sieben Stunden,
und zum Schluss hab ich doch nur dies kleine,
lumpige, beschissne Ding gefunden.
Aber gern hab ich für dich gewacht.

Was ich nicht vermochte, tu du's:
Drücke du nur ein Auge zu.
Und bedenke,
dass ich dir fünf Stunden Wache schenke.

Lass mich auch in Zukunft nicht in Ruh.





von Joachim Ringelnatz 1883-1934
.

Die vier Brüder

.
 
Vier Brüder ziehn Jahr aus Jahr ein
Im ganzen Jahr spazieren;
Doch Jeder kömmt für sich allein,
Uns Gaben zuzuführen.

Der erste kömmt mit leichtem Sinn,
In reines Blau gehüllet,
Streut Knospen, Blätter, Blüten hin,
Die er mit Düften füllet.

Der zweite tritt schon ernster auf,
Mit Sonnenschein und Regen,
Streut Blumen aus in seinem Lauf,
Der Ernte reichen Segen.

Der dritte naht mit Überfluss
Und füllet Küch und Scheune;
Bringt uns, zum süßesten Genuss,
Viel Früchte, Korn und Weine.

Verdrießlich braust der vierte her,
In Nacht und Graus gehüllet,
Sieht zürnend Wald und Wiesen leer,
die er mit Schnee erfüllet.

Wer sagt mir wer die Brüder sind,
Die so einander jagen?
Leicht rät sie wohl ein jedes Kind,
Drum brauch ich’s nicht zu sagen.

 
 von Karoline Stahl, 1776-1837







.

unterm Schnee

.





Halt ich sacht auf weißem Felde,
Märchen sinnend, stillerlauschten,
Ist's, als ob zu meinen Häupten
Nahe Flügelschläge rauschten.

Ist es mir, als ob der Schneewind
Warme Blumendüfte brächte,
Blumenduft von tausend Beeten,
Aus der Glutpracht fremder Nächte.

Behend eil' ich in den Garten,
Wo die Bäume silbern stehn,
Um in zitterndem Erwarten
Nach den Zweigen aufzuseh'n.

Streif den Schnee von ihnen zärtlich
Der sie in sein Weiß versteckt,
Und erblick, o lieblich Wunder!
Junge Äuglein, schlafbedeckt.

Frühling! Nach des Sommers Abschied
Nahst du schon mit leisen Küssen,
Und es gibt gar keinen Winter,
Und kein kaltes Sterbenmüssen.

Streift den Schnee nur von den Dingen,
Drunter grünen neue Triebe,
Und ihr spürt des Lebens Jugend
Und die Urkraft seiner Liebe.



Maria Janitschek



.

Der Flockenzähler


.






Da saß er nun und jammerte
und zeterte ganz kläglich,
der Job war so schon mies genug,
doch das war unerträglich.

Es wirbelte und stöberte
seit endlos langen Wochen.
Im Ostwind nahen neue Tiefs
- er spürt es in den Knochen.

Viermal hat er sich schon verzählt,
allein an diesem Morgen.
Fünftausend-sechs und acht mal zehn...
Er stöhnt vor lauter Sorgen.

So kann es nicht mehr weitergehn,
er fühlt sich ganz verdreht.
Schon wieder fehlen sechs hoch drei,
die hat der Wind verweht.

Dabei muss es doch stimmen hier,
sonst gibt es Konfusionen.
Frau Holle ist da sehr genau,
das Schütteln muss sich lohnen.

Erst wenn das Sollmaß ist erfüllt,
dann kann der Frühling kommen.
Der Zähler kneift die Äuglein zu,
sieht nur noch ganz verschwommen.

Die Liste ist schon meterlang,
da hört er leises Singen.
Ganz fern, ganz zart und doch ist’s da.
So kann nur Frühling klingen!

Erleichtert schließt er sein Büro,
hoch oben in den Buchen.
Er fliegt ins warme Irgendwo,
Du brauchst ihn nicht zu suchen.






veredit©isabella.kramer 10






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Bitte beachten Sie das Urheberrecht: Copyright Texte, Fotos und Graphiken = Isabella Kramer, veredit - wenn nicht anders erwähnt. Auch für private Homepages dürfen diese Texte, Fotos und Graphiken nicht ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis verwendet werden! Wenn Sie meine Gedichte oder Bilder verwenden wollen, fragen sie mich bitte. 
Kontakt über email: vere_dit@yahoo.de




Im Schnee

.

 

 Schneegeriesel. Flocken über Flocken.
In der weichen Luft zerfließt der Schaum,
und kein Windhauch weht die Erde trocken.

Aber, wenn im Frost erstarrt der Flaum,
reift er schnell zu glitzernden Kristallen
und blinkt dann am Boden und am Baum.

– Nasser Schnee ist auf mein Haar gefallen –
In den Bergen türmt er sich zu Eis
und zu donnernden Lawinenballen.

Von den Dächern tropft es leise, leis,
und dazwischen gleiten und verschwimmen
fern und ferner, kaum daß ich es weiß,

Dämmernde Gedanken, leise Stimmen
Wie Erinnern, wie Atem bloß,
einer Sehnsucht aufgescheuchtes Glimmen.

Alles fließt der Erde in den Schoß.
Dieses Lebens gleitende Gesichte,
ungezählte Tropfen, Los um Los,

Einen Augenblick beglänzt vom Lichte –
oder in der rauen Luft gereift,
und nun auf der harten Erde dichte

Sternkristalle, bis ein Wind sie streift.






Hedwig Lachmann, 1865 - 1918


.

Schu-Schuhschnabel

.


ein Schu-Schuhschnabel

braucht Messer nicht noch Gabel

denn ganz geschickt

wird aufgepickt

mit einem Knack

gekonnt zerhackt

und außerdem

wie angenehm

die Größe macht

das keiner lacht







veredit© isabella kramer 2008
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