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aus Lieder des Katers Hiddigeigei


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Hiddigeigei lebt mit Eifer
Dem Beruf der Mäusetötung,
Doch er zürnt nicht, wenn ein andrer
Sich vergnügt an Sang und Flötung.

Hiddigeigei spricht, der Alte:
Pflück' die Früchte, eh' sie platzen;
Wenn die magern Jahre kommen,
Saug an der Erinn'rung Tatzen!






Joseph Victor von Scheffel, 1826 - 1886
Quelle : »Der Trompeter von Säckingen. Lieder des Katers Hiddigeigei«, 1854

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Keine Wolke stille hält

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Keine Wolke stille hält,
Wolken fliehn wie weiße Reiher;
keinen Weg kennt ihre Welt,
und der Wind, der ist ihr Freier.


Wind, der singt von fernen Meilen,
springt und kann die Lust nicht lassen,
einer Landstraß' nachzueilen,
Menschen um den Hals zu fassen.


Und das Herz singt auf zum Reigen,
schweigen kann nicht mehr die Brust;
Menschen werden wie die Geigen,
Geigen singen unbewusst.






Max Dauthendey, 1867 - 1918
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christbaumschmuck

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am ast dort baumelt noch das rote herz,
vergessen aus der stillen zeit,
ein herz aus glas, das leise spricht, 
wenn wind sich in den zweigen bricht,
der frühlingsregen spritzte weit,
der sommersturm zerbrach es nicht,
es plauderte mit hellem klang
ein lügenmärchen zum verführen:
„ich wärme dich, ich wärme dich,
wer will, kann meine wärme spüren!“
jetzt ist der sanfte glanz dahin,
das rot behaucht von grünem grau,
herbstnebel sprühen kalten tau...
was wird das alte herz uns leihen
wenn es erstarrt im weißen glast
zur winternacht am kahlen ast?
kann es der welt verzeihen? 
 


 
 
 
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Die Geistertür

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An einer Tür von Geisterhand
Einmal ein kleiner Meister stand. 

Der Meister sprach: „Die Geistertür
Nehm' ich nicht mal für ein Papür!“ 

Er schlug in seine Hände dort —
Da flogen alle Wände fort. 

Die Geister aber blieben hier
Und hielten ihre Geistertür. 

So nützt die ganze Meisterei
Kein bisschen bei der Geisterei — 

Die Geister gehen nie mehr fort,
Der Meister steht entgeistert dort. 







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Waldkind

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zauberischer Einzelgänger
Waldkind - blattverliebtes
Schätzefinder, Elfenlauscher
tausend offene Wege gibt es

Feennetze, Blättergold
Einhornspuren, Glitzersteine
barfuß durch den Murmelbach
Zauberreich für dich alleine

zuckersüße Waldhimbeeren
Schlemmermahl im Schutz der Bäume
moosig weiche Polster locken
Farne flüstern grüne Träume 

gut gelaunte Zwergenfreunde
zutraulich sind Kauz und Rehe
blätterleise Stimmen wispern
Waldkind lacht: Ja, ich verstehe! 





veredit©isabella kramer 2012



Bitte beachten Sie das Urheberrecht: Copyright Texte, Fotos und Graphiken = Isabella Kramer, veredit - wenn nicht anders erwähnt. Auch für private Homepages dürfen diese Texte, Fotos und Graphiken nicht ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis verwendet werden! Wenn Sie meine Gedichte oder Bilder verwenden wollen, fragen sie mich bitte. 

Kontakt über email: vere_dit@yahoo.de


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Bewaffneter Friede

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Foto mit freundlicher Genehmigung von brigittelorenz photography 



Ganz unverhofft, an einem Hügel,
Sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Order nicht?


Ist nicht der Friede längst verkündigt,
und weißt du nicht, dass jeder sündigt,
Der immer noch gerüstet geht?
Im Namen seiner Majestät


Geh her und übergib dein Fell.
Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.
Laß dir erst deine Zähne brechen,
Dann wollen wir uns weiter sprechen!
 

Und allsogleich macht er sich rund,
Schließt seinen dichten Stachelbund
und trotzt getrost der ganzen Welt,
Bewaffnet, doch als Friedensheld. 




von Wilhelm Busch

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