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Weihnachtsgebäck

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Weihnachtsgebäck



Weinbeer, Mandeln, Sultaninen,
süße Feigen und Rosinen,
welsche Nüsse - fein geschnitten,
Zitronat auch - muß ich bitten! -

Birnenschnitze doch zumeist
und dazu den Kirschengeist;
wohl geknetet mit der Hand
alles tüchtig durcheinander
und darüber Teig gewoben -
wirklich, das muß ich mir loben!

Solch ein Brot kann's nur im Leben
jedesmal zur Weihnacht geben!
Eier, Zucker und viel Butter
schaumig rührt die liebe Mutter;
kommt am Schluß das Mehl daran,
fangen wir zu helfen an.

In den Teig so glatt und fein
stechen unsre Formen ein:
Herzen, Vögel, Kleeblatt, Kreise -
braune Plätzchen, gelbe, weiße
sieht man bald - welch ein Vergnügen -
auf dem Blech im Ofen liegen.
Knusprig kommen sie heraus,
duften durch das ganze Haus.

Solchen Duft kann's nur im Leben
jedesmal zur Weihnacht geben!





Isabella Braun, 1815-1886


Photo copyright: Isabella Kramer


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Die Nacht wächst wie eine schwarze Stadt

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Die Nacht wächst wie eine schwarze Stadt

Die Nacht wächst wie eine schwarze Stadt,
wo nach stummen Gesetzen
sich die Gassen mit Gassen vernetzen
und sich Plätze fügen zu Plätzen,
und die bald an die tausend Türme hat.

Aber die Häuser der schwarzen Stadt, –
du weißt nicht, wer darin siedelt.

In ihrer Gärten schweigendem Glanz
reihen sich reigende Träume zum Tanz, –
und du weißt nicht, wer ihnen fiedelt...



Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926





Photo copyright: Isabella Kramer
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Es sitzen Möpse

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Es sitzen Möpse gern auf Mauerecken,
die sich ins Straßenbild hinaus erstrecken,
um von solchen vorteilhaften Posten
die bunte Welt gemächlich auszukosten.
O Mensch, lieg vor dir selber auf der Lauer,
sonst bist du auch ein Mops nur auf der Lauer.



Christian Morgenstern 



Photo copyright: Isabella Kramer

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Die Grille und die Ameise

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Die Grille und die Ameise

Die Grille, die den Sommer lang
zirpt’ und sang,
litt, da nun der Winter droht’,
harte Zeit und bittre Not:
Nicht das kleinste Würmchen nur,
und von Fliegen keine Spur!
Und vor Hunger weinend leise,
schlich sie zur Nachbarin Ameise,
fleht' sie an, in ihrer Not
ihr zu leihn ein Stückchen Brot,
bis der Sommer wiederkehre.
"Hör",sprach sie, "auf Grillenehre,
vor der Ernte noch bezahl'
Zins ich dir und Kapital."
Die Ameise, die, wie manche lieben
Leute, das Verleihen haßt',
fragt' die Borgerin: "Was hast
du im Sommer denn betrieben?"
"Tag und Nacht hab' ich ergötzt
durch mein Singen alle Leut'."
"Durch dein Singen? Sehr erfreut!
Weißt du was? Dann – tanze jetzt!"


Aesop (um 550 v. Chr.), auch Aisopos, griechischer Sklave auf Samos. Die ihm zugeschriebenen Fabeln wurden wahrscheinlich mündlich überliefert und erst später aufgeschrieben




Photo copyright: Isabella Kramer
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Unter Fischen

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Unter Fischen


Schau, da kommen sie geschossen,
pfeilschnell durch das weite Meer!
Rudern eifrig mit den Flossen,
schwimmen dicht an dicht umher.

Ändern blitzgeschwind die Richtung
(auf Kommando? Doch von wem!?)
bei der kleinsten Feindessichtung - 
Anführer sind nicht zu sehn. 

Von der Flosse bis zum Kopf
gleicht ein Fischchen hier dem andern.
Drum ist keins ein eitler Tropf.
Sieh sie mit der Strömung wandern!

Doch – Moment! - hast du verglichen?
Sind sie wirklich alle gleich?
Einer hat sich eingeschlichen
mitten in des Schwarmes Reich!

Leuchtet fröhlich rot hervor,
ist nun nicht mehr so allein.
Singt gern mit im Blubber-Chor.
Will einer von vielen sein!



mit freundlicher Genehmigung von ©die amelie/claudia neubacher




Photo copyright: Isabella Kramer
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