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Schneeglöckchen

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Schneeglöckchen

Horch, liebliches Läuten!
Was will es doch sein?
O selig Bedeuten,
Ei, Frühling soll's sein!

Und hast du im Herzen
Noch Eis und noch Schnee,
Noch Sorgen und Schmerzen,
Nun fort mit dem Weh!

Schneeglöckchen rührt helle
Die Glöcklein so fein —
Wie ist's, du Geselle,
Du stimmst doch mit ein?

Franz Alfred Muth, 1839 - 1890




Gemälde copyright: Isabella Kramer
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Schneewittchen.

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Schneewittchen 

Ruft uns, Stunden seltner Gnade,
in ein fernes Kinderland, 
führt uns langvergessene Pfade, 
wo der Menschheit Wiege stand. 

Wo sich wilde Rosenranken
um verborgene Schlösser ziehn,
wundergläubige Gedanken
an Schneewittchens Sarge knien -

Betend, dass die tote Erde
wie Schneewittchen auferwacht
und die Welt der Märchen werde,
wie sie einst von Gott gedacht. 


Manfred Kyber, 1880 - 1933






Die wunderschöne Illustration ist von Marianne Strokes, 1855 - 1927  www.wikimedia.commons



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Die kurzsichtige Schlange Wanda

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Die kurzsichtige Schlange Wanda

Wanda schlingt im Schlangensumpf
sich gewandt um einen Stumpf
einer großen Dattelpalme,
guckt von dort auf Schachtelhalme,

dass sie wohl etwas entdecke,
das sich tief im Schilf verstecke
und sich zum Verschlingen eigne.
Still! Es raschelt im Gezweige!

Da – ein Knacken, dort - ein Knistern!
Rundum leises Luftzugswispern.
Angestrengt guckt sie umher:
„Ich hör doch was! Ist denn da wer?!“

Hungrig schnellt vom Baum sie vor.
Lauschend spitzt sie Zung' wie Ohr.
Horch! Ihr Magen knurrt ganz laut.
Hat zu lang nichts mehr verdaut.

Wird sie endlich Beute machen?
Ewig schon stand leer ihr Rachen.
Doch auch heut wird’s nix mit Fressen -
hat die Brille sie vergessen!

Welch ein Glück! Da kommt schon Tjum,
öffnet das Terrarium.
Wanda, sieh nur! DIE Portion!
Schnapp! - Gepackt! Sie hat sie schon!



mit freundlicher genehmigung von: die amelie ´ 09



Gemälde copyright: Isabella Kramer

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Eine ernste Kunst

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Eine ernste Kunst ist Lachen
Soll ich's morgen besser machen,

Sag mir: macht's ich heute gut?
Kam der Funke stets vom Herzen?

Wenig taugt der Kopf zum Scherzen,
Glüht im Herzen nicht die Glut.

Friedrich Nietzsche 

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Ein Lob dem Februar

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Ein Lob dem Februar

Der Februar, so man sagen,
besteht aus endlos kalten Tagen, 
aus grauen, lichtlos trüben Stunden,
die, sind sie endlich überwunden, 
in klirrend kalten Nächten enden.
Aus Grippewelle, klammen Händen,
tropfenden Nasen und glatten Wegen,
da ist der Karneval ein Segen. Bringt er
statt Schnupfen, doch das Lachen,
Helau, Alaaf und solche Sachen,
die wenn sie richtig angewendet
uns zeigen, dass es stets ein Ende
von Kümmernissen gibt. Und wer 
den Fasching gar nicht liebt,
bemerkt, die Tage werden länger,
man hört die ersten Frühlingssänger
im Garten gibt es kleinste Zeichen,
der Winter wird dem Frühling weichen,
Krokuss und Zaubernuss erblühen,
man braucht sich gar nicht viel zu mühen 
um frohen Mutes durchzuhalten
und mancher dichtet dann sogar 
sein eigenes Lob dem Februar! 


veredit©Isabella.Kramer





Photo copyright: Isabella Kramer

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