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Ein Z-Gedicht

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Ein Z-Gedicht 

 Zillie Zimmer ztaunt nicht zchlech'
als an diesem Zrühlingszmorgen
zwischen ihren Zähnen klemmt,
Zaugummi so fest wie Zech! 


Ach du, Zchreck, denkt sie voll Zorgen
hätte ich bloß gestern Zabend 
meine Zähne doch geputzt
und danach nichts mehr geznascht.
Zmutti sagt, dass das gut nutzt.


Zügig zaust sie in das Zad,
rasch die Zürste, Zahncreme drauf
und mit zanfter Zchwingbewegung
an den Zähnen runter, rauf.


Zorgsam zürstet sie die Zeste
zwischen ihren Zähnen weg.
Ztrahlend, zauber und 
ganz blitz-blank. 
Jetzt ist auch das Z-Stottern weg! 




veredit©isabella.kramer24





Gemälde copyright: Isabella Kramer 


auch enthalten im neuen Gedichteband "Kinder-Gedichte-Welt" erhältlich über mich oder via blurb.de 



Bitte beachten Sie das Urheberrecht: Copyright Texte, Fotos und Graphiken = Isabella Kramer, veredit - wenn nicht anders erwähnt. Auch für private Homepages dürfen diese Texte, Fotos und Graphiken nicht ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis verwendet werden! Wenn Sie meine Gedichte oder Bilder verwenden wollen, fragen sie mich bitte. 
Kontakt über email: vere_dit@yahoo.de



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Vorfrühling

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Vorfrühling

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,
greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigen’s.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.


Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926





Photo copyright: Isabella Kramer

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Nie bist du ohne Nebendir

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Nie bist du ohne Nebendir

Eine Wiese singt.
Dein Ohr klingt.
Eine Telefonstange rauscht.

Ob du im Bettchen liegst
Oder über Frankfurt fliegst,
Du bist überall gesehen und belauscht.

Gonokokken kieken.
Kleine Morcheln horcheln.
Poren sind nur Ohren.
Alle Bläschen blicken.

Was du verschweigst,
Was du andern nicht zeigst,
Was dein Mund spricht
Und deine Hand tut,

Es kommt alles ans Licht.
Sei ohnedies gut.

Joachim Ringelnatz





Photo copyright: Isabella Kramer

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Es pfeift der Wind...

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Es pfeift der Wind...

Es pfeift der Wind. Was pfeift er wohl?
Eine tolle, närrische Weise.
Er pfeift auf einem Schlüssel hohl,
bald gellend und bald leise.

Die Nacht weint ihm den Takt dazu
mit schweren Regentropfen,
die an der Fenster schwarze Ruh
ohn End eintönig klopfen.

Es pfeift der Wind. Es stöhnt und gellt.
Die Hunde heulen im Hofe. –
Er pfeift auf diese ganze Welt,
der große Philosophe.



Christian Morgenstern, 1871 - 1914




Photo copyright: Isabella Kramer

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Irrtum und abgeschrägter Zweck

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Ein Irrtum kreist auf einem dunkelroten Tellerrand
und eine Maus haut auf die Pauke mit 'nem Fisch.
Ein gelber Falter bastelt sich aus Gips ein Flaschenpfand
und grüne Angstimpulse lesen Zeitung unterm Tisch.

Das schert den Chef des Schokoladenaufwands wenig,
er trinkt und wirft sich knarrend ins geschnürte Meer.
Doch jenseits glänzt ganz erbsig klein der König,
der ohne Zähne in dem Erbsenbett – halt irgendwer.

Aus Turmalin gedrechselt tänzeln Banderolen,
umhäkeln ruckdizuck den ganzen Sermon innen weg.
Das Einbeinzebra hätt‘ den letzten Kranz gestohlen,
ist die Geduldsschlagzeile und ein abgeschrägter Zweck.






veredit©isabella.kramer2010




Illustration copyright: Isabella Kramer 

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Gänsegespräch

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Gänsegespräch


Zur weißen Gans sprach einst vertraulich eine graue:
"Laß uns spazieren gehn nach jener grünen Aue;
Dort tun wir beide uns im jungen Grase gütlich,
Denn in Gesellschaft gackt es sich doch gar gemütlich."
"Nein", sprach die weiße Gans, "da muß ich refüsieren,
Mit meinesgleichen nur geh' ich am Tag spazieren,
Vertraulichkeit mit dir gereichte nur zur Schande,
Zwar bin ich eine Gans, doch eine Gans von Stande."



Julius Sturm, 1816 - 1896





Illustration copyright: Isabella Kramer 


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