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Wasser

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Alles ist aus dem Wasser entsprungen!!
Alles wird durch Wasser erhalten!
Ozean, gönn uns dein ewiges Walten.
Wenn du nicht in Wolken sendetest,
Nicht reiche Bäche spendetest,
Hin und her nicht Flüsse wendetest,
Die Ströme nicht vollendetest,
Was wären Gebirge, was Ebnen und Welt?
Du bist's, der das frischeste Leben erhält.





Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832










Gemälde: "Life is Motion" ©Isabella Kramer2015 

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Juli

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Juli

Brütend über Ährenfeldern
Liegt der Sonne goldner Glast,
Und am kühlen Weiher träumend
Hält die sieb'nte Schwester Rast.

Sinnend blicken ihre Augen
In die unbewegte Flut,
Mit dem Fächer kühlt sie leise
Ihrer Wangen heiße Glut.

Leer sind ihre schlanken Hände,
All ihr Reichtum ausgestreut,
Und sie harrt des Erntesegens,
Den das Jahr der Menschheit beut.

Auf den Wiesen klingt die Sichel,
Aller Blumen Pracht vergeht,
Wenn Natur mit ihren Früchten
Auf dem Höhepunkte steht.

Ruhvoll reift das Gold der Felder,
Mutter Erdes größter Schatz;
Und der Juli macht der Schwester
Mit der blanken Sichel Platz.

(Unbekannt)






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Kind und Traum

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Kind und Traum und früher Garten
Wandeln wir durch lauter Licht.
Reifer Früchte runde Schatten
Malen sich auf dein Gesicht.

Wipfel neigen grün die Zweige
Tief in den erfüllten Grund.
Wanderselig, wundertrunken
Übt ein Vogel seinen Mund.

Sieh, es hat die schöne Sonne
Sich in deinem Haar verfangen,
Deiner Augen blaue Sterne
Sind schon in mein Lied gegangen.




Hugo Ball, 1886 - 1927








Gemälde: Oda Krog Oslofjord (Japanese lantern), 1886 wikimedia commons



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Die Roggenmuhme


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Die Roggenmuhme


Laß stehn die Blume!
Geh nicht ins Korn!
Die Roggenmuhme
Zieht um da vorn!
Bald duckt sie nieder,
Bald guckt sie wieder:
Sie wird die Kinder fangen,
Die nach den Blumen langen!








August Kopisch, 1799 - 1853






Wikipedia: Die Roggenmuhme ist ein weiblicher Korndämon und Kinderschreck der deutschen Sage, der sich im Feld und Acker aufhält.[1]





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Rosalinds Explosee - (ein Hexe Rosalind Gedicht)

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Es war einer jener Tage, wo man besser gar nichts tut.
Denn wenn man dann doch was anfängt, wird das meistens gar nicht gut.
Rosalind bei sich zuhause, tief unter dem Eichenstamm,
machte grad vom Putzen Pause (und die Pause war recht lang).

All das Kehren, Wischen, Bücken war beschwerlich und auch fad.
Gut, dass sie beim Töpferücken allerlei gefunden hat:
Hier! - ein Pulver, fein und grau! Nicht beschriftet ist das Glas.
Daher weiß man nicht genau: wofür eignet sich denn das?

Dort - ein Bündel alte Gräser! Trocken, knisternd und ganz fahl.
Reingestopft in leere Gläser, dann vergessen im Regal.
Weiters, an ganz andrer Stelle, halb verborgen hinter Ruß,
zeigt sich abgewischt die helle Schale einer braunen Nuss.

In einer verbeulten Dose, winzig klein und ganz verhutzelt,
ähnelt Dornen einer Rose, was zu lang am Herd gebrutzelt.
Und zu guter letzt, - herrjeh! - kehrt sie unterm Schrank hervor
von 'nem Frosch den großen Zeh und ein Fledermäuschenohr.

All die so gefundnen Schätze hat zur Seite sie gelegt.
Sauber sind nun jene Plätze, wo zuvor sich Lurch geregt.
Nun als Nächstes wäre dran: Bettwäsche und Schürzen Bügeln.
Rosalind macht sich daran, ihre Arbeitswut zu zügeln.

Viel viel lieber will sie forschen, ob mit den gefundnen Sachen
in der Eiche, der ganz morschen, sie ein Zauberwerk könnt machen.
Bügeln wird also verschoben, Rosalind zischt in die Küche.
Zauberhirngespinstverwoben spinnt sie neue Hexensprüche.

Das, was noch nicht klein genug, wird im Mörser fein zermahlen.
In der Luft hängt Zauberspuk, leises Murmeln vieler Zahlen.
Ach, hätt unsre Rosalind nur geahnt, was sie nicht konnte,
nämlich dass nicht Dornen sind, was so scheint als dörr-gesonnte!

Nein! Was sie hier ahnungslos mitsamt großem Zeh und Nuss
reibt mit jedem Mörserstoß: Krallen sind's vom Kröchzelfuß!
Dabei weiß doch jedes Kind, das schon einen Kröchzel traf,
wie gefährlich diese sind! Rosalind, du dummes Schaf!

Kröchzelkrallen, die erhitzt, knistern, knallen und verpuffen!
Rosalind hat das verschwitzt. Könnten wir ihr's bloß zurufen!
Doch wir wissen: keine Chance! Rosalind macht munter weiter.
Konzentriert, fast wie in Trance, steigt sie nun auf ihre Leiter,

um vom obersten Regal jenen Glaskolben zu holen
und auch jene schön spiral-förmig schlingenden Phiolen,
welche man auf ein Gestell über eine Flamme setzt.
Feuerstein geholt noch schnell! Rosalind will's wissen jetzt!

Du und ich, wir sind gescheiter, halten Ohrn und Augen zu.
Eifrig macht die Hexe weiter, fügt der Mischung Wasser zu.
Dann wird, ritsch-ratsch!, Stein gewetzt, Funken fliegen in das Reisig.
Wartend, was geschehn mag jetzt, zählt sie langsam „zwanzig, dreißig...“

RUMMS! KRACH! KLIRR! erfülln die Küche. Irgendwo macht etwas ZISCH!
Schlimmste Rauchrußbrandgerüche steigen auf vom Arbeitstisch.
Alles pofelt, wölkt und pfaucht! Autsch! Da ist der Kopf gestoßen!
Bis das Feuer ausgeraucht, sieht man mit dem Aug, dem bloßen

keinen Millimeter weit. Viel zu dick sind Qualm und Ruß.
Während qualvoll banger Zeit stößt sie sich auch noch den Fuß.
Erst als sich der Staub gelegt und die letzten Schwaden fort,
ist, wo eben noch gefegt, sauber auch kein einzger Ort!

Schwarz sind Wände, Tisch und Decke, und auch Rosalinds Gesicht.
Das ansonsten fröhlich kecke Lächeln sieht man darin nicht.
Ach, am liebsten würd sie heulen, gar nichts ist hier nicht beschmutzt!
Hämisch huuhen ferne Eulen. Alles gehört neu geputzt!

Erste, dicke Tränen fallen. Rosalind schnieft leis „ach nee!“
Muss gar teuer jetzt bezahlen für ihr Forschungs-ExpLosee.





die amelie ´ 09





bild: Van Bentum 1670 -1727 "Explosion in the Alchemist Labatory" wikimedia commons 

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