Gedichte für Kinder, Gedicht, Rätsel, Schlaflieder, Märchengedichte, Kindergedichte, Reime, Rätsel und Lieder
Kindergedichte für kleine und große Kinder - Wunschthema einfach anklicken!
Märchenschätze
Unter der Kastanie
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Rosalinds Explosee - (ein Hexe Rosalind Gedicht)
Photo copyright: Isabella Kramer
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Zwei Träume
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An die Schönheit
So sind wir deinen Wundern nachgegangen
wie Kinder die vom Sonnenleuchten trunken
ein Lächeln um den Mund voll süßem Bangen
und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken
aus dämmergrauen Abendtoren liefen.
Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunken
kühl schauernd steigt die Nacht aus braunen Tiefen.
Nun legen zitternd sie die heißen Wangen
an feuchte Blätter die von Dunkel triefen
und ihre Hände tasten voll Verlangen
auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel
das hinter roten Wäldern hingegangen – –
ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel.
Die sonnige Kinderstraße
Auf sonniger Straße getollt;
Hat nur ein Steinchen, ein Blatt
Zum Glücklichsein gewollt.
Jene sonnige Straße heut,
Wieder zu lernen, wie man am Blatt,
Wie man am Steinchen sich freut.
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Feenmärchen
Wiegen an der Quelle ein;
Mir zu Füßen hört' ich's grüßen
Mußte wol die Welle sein.
Heimlich Flüstern unterm düstern,
Dunkelgrünen Zweigendach —
Ist der Feen Schleierwehen,
Die zum luft'gen Reigen wach.
Unterm Baume, wo im Traume
Schlummernd ich versunken bin:
Lieblich flimmernd, prächtig schimmernd,
Hüpft ein goldner Funken hin.
Von dem Throne aus der Krone
Mußt' ein Stein der Funken sein,
Der Rubinen gleich erschienen —
Nenn' ihn wonnetrunken mein!
Und das Flüstern, das noch lüstern
Eben unterm Blätterdach:
Wollt' mir scheinen ward zum Weinen —
O, dem folgt ein Wetter nach!
Sturmesbrausen hör' ich sausen,
Wie sich's auf den Bäumen regt! —
Ach die Feen sie verstehen
Welche Frucht ihr Säumen trägt.
Wo sie weilen, alle eilen
Suchend nach dem prächt'gen Stein,
Ängstlich fragen ihre Klagen
Überall den nächt'gen Rain.
Fast im Herzen wollt' mich schmerzen
Dieser Klagen Trauerton,
Und ich fühlte: leise wühlte
Meiner Reue Schauer schon.
Graut der Morgen bleibt geborgen
Das Juwel für immer mir. —
Doch der Feen Trauer sehen,
Trübt des Glückes Schimmer mir.
Mag im Dunkeln leuchtend funkeln
Seines Zauberglanzes Macht,
Daß sie finden und ihn winden
Wieder in des Kranzes Pracht!
Mir zu Füßen hört' ich grüßen,
Meint' es müßt' die Welle sein —
Doch die Krone, wie zum Lohne,
Nahm der Welle Stelle ein.
Das entrückte Kleinod drückte
Ich der Krone wieder ein —
Wie beglückte und entzückte
Da mich erst sein Widerschein!
Seine Strahlen hemmten Qualen,
Niederstieg der Feen Schaar; —
Mich umringten die Beschwingten,
Sahen was geschehen war.
Nicht mehr lüstern leise flüstern
Jetzt sie noch im Eichenwald —
Liederschwingen hör' ich klingen —
Wie's in allen Reichen schallt!
Ihrer Habe reichste Gabe:
Liedersterne reichten sie
Für die Krone mir zum Lohne —
Solche Sterne bleichten nie!
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das kind
komm, große welt, sei amme mir
mit deinem tag und deiner nacht
und nähre mich an deinem leib,
gib wort-frucht mir von deiner pracht,
still meinen durst an deinen bilder-quellen.
lass aus dem urgrund deines seins mich trinken,
ins weiche fleisch der musen lass mich sinken,
und wiegen mich im wellen-bad der phantasie.
ich schenkte kleine texte dir zum bunten zeitvertreib.
dies kind zu sein, das ende nie...
Herbst
Zu Golde ward die Welt;
zu lange traf
der Sonne süßer Strahl
das Blatt, den Zweig.
Nun neig
dich, Welt, hinab
Bald sinkt's von droben dir
in flockigen Geweben
verschleiernd zu -
und bringt dir Ruh,
o Welt,
o dir, zu Gold geliebtes Leben,
Ruh.
von Christian Morgenstern, 1871-1914
Seemuscheln
Nixen Kummer
Gemälde copyright: Isabella Kramer
auch enthalten im neuen Gedichteband "Kinder-Gedichte-Welt" erhältlich über mich oder via blurb.de
Kontakt über E-Mail: vere_dit@yahoo.de
Ranunkel-Gefunkel
Ranunkel-Gefunkel
Ein Blümchen mit Namen Ranunkel
das spreizt sich ganz reizend im Licht,
denn feinstes Goldsonnengefunkel,
lässt leuchten sein kleines Gesicht.
Drum kichert und dreht es sich immer
und reckt seine Blättchen zur Sonne,
die küsst‘ drauf den zartesten Schimmer.
Ranunkelchen lächelt voll Wonne.
Du denkst dir, wie soll das denn gehen?
Dann schau dir Ranunkeln gut an.
Bei Sonnenschein richtig besehen,
sie funkeln und lächeln dich an.
veredit©isabella.kramer 09.02.10
Photo Copyright: Isabella Kramer
auch enthalten im neuen Gedichteband "Kinder-Gedichte-Welt" erhältlich über mich oder via blurb.de
Der kleine Nimmersatt
Ich wünsche mir ein Schaukelpferd,
´ne Festung und Soldaten
und eine Rüstung und ein Schwert,
Wie sie die Ritter hatten.
Drei Märchenbücher wünsch' ich mir
Und Farbe auch zum Malen
und Bilderbogen und Papier
Und Gold- und Silberschalen.
Ein Domino, ein Lottospiel,
Ein Kasperletheater,
Auch einen neuen Pinselstiel
Vergiss nicht, lieber Vater!
Ein Zelt und sechs Kanonen dann
Und einen neuen Wagen
Und ein Geschirr mit Schellen dran,
Beim Pferdespiel zu tragen.
Ein Perspektiv, ein Zootrop,
´ne magische Laterne,
Ein Brennglas, ein Kaleidoskop -
Dies alles hätt' ich gerne.
Mir fehlt - ihr wisst es sicherlich -
Gar sehr ein neuer Schlitten,
Und auch um Schlittschuh' möchte ich
Noch ganz besonders bitten.
Um weiße Tiere auch von Holz
Und farbige von Pappe,
Um einen Helm mit Federn stolz
Und eine Flechtemappe.
Auch einen großen Tannenbaum,
Dran hundert Lichter glänzen,
Mit Marzipan und Zuckerschaum
Und Schokoladenkränzen.
Doch dünkt dies alles euch zu viel,
Und wollt ihr daraus wählen,
So könnte wohl der Pinselstiel
Und auch die Mappe fehlen.
Als Hänschen so gesprochen hat,
Sieht man die Eltern lachen:
"Was willst du, kleiner Nimmersatt,
Mit all den vielen Sachen?
Wer so viel wünscht" - der Vater spricht's -
"Bekommt auch nicht ein Achtel -
Der kriegt ein ganz klein wenig Nichts
In einer Dreierschachtel."
Heinrich Seidel, 1842-1906
Gemälde copyright: Isabella Kramer
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