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Gedichte für Kinder, Gedicht, Rätsel, Schlaflieder, Märchengedichte, Kindergedichte, Reime, Rätsel und Lieder
Kindergedichte für kleine und große Kinder - Wunschthema einfach anklicken!
Elfenlied
Bodensee
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Bodensee
Die Dörfer sind wie im Garten.
In Türmen von seltsamen Arten
klingen die Glocken wie weh.
Uferschlösser warten
und schauen durch schwarze Scharten
mild auf den Mittagsee.
Und schwellende Wellchen spielen,
und goldene Dampfer kielen
leise den lichten Lauf;
und hinter den Uferzielen
tauchen die vielen, vielen
Silberberge auf.
Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926
Photo copyright: Isabella Kramer
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Ein weisses Kätzchen voller Schliche
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Ein weisses Kätzchen voller Schliche
Ein weisses Kätzchen voller Schliche,
ging heimlich, weil es gerne schleckt,
des Abends in die Nachbarküche;
wo man es leider bald entdeckt.
Mit Besen und mit Feuerzangen
gejagt in alle Ecken ward's.
Es fuhr zuletzt voll Todesbangen
zum Schlot hinaus und wurde schwarz.
Ja, siehst du wohl, mein liebes Herze?
Wer schlecken will, was ihm gefällt,
der kommt nicht ohne Schmutz und Schwärze
hinaus aus dieser bösen Welt.
Wilhelm Busch, 1832 - 1908
Gemälde copyright: Isabella Kramer
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Abendlied
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Abendlied
Eh' ich mich niederlege,
vom Tage mild gemacht,
schau ich noch einmal gerne
auf in die dunkle Nacht.
Die Sterne ziehen stille
die ewigen Bahnen hin.
Und nur der ewige Wille,
der weiß um ihren Sinn.
Und rings das tiefe Scbweigen
gibt meinem Herzen Ruh.
Ich seh' den Mond auch steigen
und wink ihm freundlich zu.
Und geh' in meine Kammer
und lösch die Kerze aus
und bin mit Mond und Sternen
im großen Vaterhaus.
Hermann Claudius, 1878 - 1980 Urenkel von Matthias Claudius
Foto von Chad Peltola auf Unsplash
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Stilles Haus
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Gemälde copyright: Isabella Kramer
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Niemand
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Kennt ihr wohl den Unfuggeist,
der mit Namen Niemand heißt?
Wohnt beinah in jedem Haus!
Fragt nur mal landein, landaus!
Wer hat Vaters Tisch bekleckst?
Mutters Fingerhut verhext?
Mutters Nadeln, Mutters Scheren?
Wer nahm von den Stachelbeeren?
Wer zerschnitt den neuen Ball?
Überall und überall
ist´s und war´s derselbe Fant!
Niemand, niemand, niemand!
Niemand hat das Garn verfitzt,
niemand hat die Wurst stibitzt,
niemand krachte mit der Tür!
Niemand kann etwas dafür,
daß der Garten offensteht;
niemand trat ins Nelkenbeet,
niemand aß vom Apfelbrei,
niemand riß das Buch entzwei,
niemand warf das Glas vom Tisch!
Wenn ich ihn einmal erwisch´!
Such´und hasch´ihn alle Tage!
Wenn ich Kinder nach ihm frage,
kommen sie in große Not,
werden feuer-, feuerrot;
doch es nennt ihn mir im Land
niemand, niemand, niemand!
Schanz, Frida, 1859 - 1944
Foto von Aedrian auf Unsplash .
In der Frühe
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die Hähne krähn den Morgen wach.
Nun einer hier, nun einer dort,
so kräht es nun von Ort zu Ort;
und in der Ferne stirbt der Klang.
Ich höre nichts, ich horche lang.
Ihr wackern Hähne krähet doch!
Sie schlafen, schlafen immer noch.
Photo copyright: Isabella Kramer
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Frühlingsbotschaft
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Photo copyright: Isabella Kramer
Der Biene
tummel-glück
frühling ist zurückgekommen
und in jeder offenen blüte
wuseln, duseln ein zwei drei
bienchen emsig pollen sammelnd
mancher wird vor freude stammeln
freut sich riesig auf den honig
den die sammelei beschert
andere loben das bestäuben
bienchen du wirst hier verehrt
dich zu sehen uns entzückt
summend brummend
tummel-glück
Photo copyright: Isabella Kramer
Die Mücke
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Die Mücke
Ein leisestes Gesurr. Auf meiner Hand
sinkt flügelschwirrend eine Mücke nieder,
ein Hauch von einem Leib, sechs zarte Glieder -
wo kam sie her aus winterlichem Land?
Ein Rüssel... Schlag' ich zu? Mißgönn' ich ihr
den Tropfen Blut, der solches Wesen nährt?
Den leichten Schmerz, den mir der Stich gewährt?
Sie handelt, wie sie muß. Bin ich ein Tier?
So stich nur zu, du kleine Flügeseele,
so lang mein Blutgefäß dich nähren mag,
so lang du sorgst um deinen kurzen Tag!
Stich zu, dass es dir nicht an Kräften fehle!
Wir sind ja beide, Mensch und Mücke, nichts
als kleine Schatten eines großen Lichts.
Albrecht Haushofer, 1903 - 1945
Foto von National Institute of Allergy and Infectious Diseases auf Unsplash
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Ein Z-Gedicht
als an diesem Zrühlingszmorgen
zwischen ihren Zähnen klemmt,
Zaugummi so fest wie Zech!
Ach du, Zchreck, denkt sie voll Zorgen
hätte ich bloß gestern Zabend
meine Zähne doch geputzt
Zmutti sagt, dass das gut nutzt.
Zügig zaust sie in das Zad,
rasch die Zürste, Zahncreme drauf
und mit zanfter Zchwingbewegung
an den Zähnen runter, rauf.
Zorgsam zürstet sie die Zeste
zwischen ihren Zähnen weg.
Ztrahlend, zauber und
ganz blitz-blank.
Gemälde Copyright: Isabella Kramer
auch enthalten im neuen Gedichteband "Kinder-Gedichte-Welt" erhältlich über mich oder via blurb.de
Vorfrühling
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Photo copyright: Isabella Kramer
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Nie bist du ohne Nebendir
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Photo copyright: Isabella Kramer
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Es pfeift der Wind...
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Photo copyright: Isabella Kramer
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Irrtum und abgeschrägter Zweck
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Illustration copyright: Isabella Kramer
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Gänsegespräch
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Gänsegespräch
Illustration copyright: Isabella Kramer
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Prager Heilige
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feiert jegliche Gemeine,
hölzern und von Steine feine,
große Heilige und kleine.
Heilige Annen und Kathrinen,
die im Traum erschienen ihnen,
baun sie sich und dienen ihnen,
heilige Annen und Kathrinen.
weil sie selten ihn bestellten,
denn zu viele gelten selten,
nun, Sankt Wenzel lass' ich gelten.
Aber diese Nepomuken!
Von des Torgangs Luken gucken
und auf allen Brucken spucken
lauter, lauter Nepomuken.
Gemälde Copyright: Isabella Kramer
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Nach Norden
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Foto von Cherise Evertz auf Unsplash
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Ein Lied hinter dem Ofen zu singen
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Gemälde Copyright: Isabella Kramer
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Wintermärchen
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