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An meine Gartenblumen

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An meine Gartenblumen

Schlaft, liebe Blumen, schlafet,
Mit weichem Schnee bedeckt,
Bis euch des neuen Lenzes
Gelinder Odem weckt!
Jetzt herrscht im Land der Winter:
Er selbst ein lieber Mann;
Doch seine Stürme schnaubten
Euch, Blumen, unsanft an.
Drum, liebe Blumen, schlafet,
Mit weichem Schnee bedeckt,
Bis euch des jungen Lenzes
Gelinder Odem weckt!




Elisabeth Kulmann, 1808 - 1825







Photo copyright: Isabella Kramer
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Winterschlaf

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Winterschlaf

Indem man sich nunmehr zum Winter wendet,
Hat es der Dichter schwer,
Der Sommer ist geendet,
Und eine Blume wächst nicht mehr.


Was soll man da besingen?
Die meisten Requisiten sind vereist.
Man muß schon in die eigene Seele dringen
- Jedoch, da haperts meist.


Man sitzt besorgt auf seinen Hintern,
Man sinnt und sitzt sich seine Hose durch,
- Da hilft das eben nichts, da muß man eben überwintern
Wie Frosch und Lurch.


 Klabund, 1890 - 1928





Gemälde copyright: Isabella Kramer


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Märchenschätze

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Märchenschätze


Gruselwuselgeister hauchen,
Hexenmeisterpfeifen schmauchen,
Drachenmäuler zahnvoll fauchen,
Zwergenhäuserschlote rauchen.

Schlangenzungen lispeln, zischen,
Krötenbeute will entwischen
und tief unten bei den Fischen
ruht das Nixengold in Nischen.

Wassermänner horten Schätze,
Elfen kennen stille Plätze,
Zauberlehrlingshosenmätze
lernen brav Beschwörungssätze.

Wald und Moor und Moos und Heide
und die alte Trauerweide
bergen Märchenschatzgeschmeide
voller Fantasie und Freude!



Text mit freundlicher Genehmigung: die amelie ´ 08




Bild: Einband eines Märchenbuchs mit Illustrationen von Carl Offterdinger und Heinrich Leutemann. Ende des 19 Jh.



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Ein Jahr ist nichts...

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Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt,
ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts, wenn man's verflacht;
ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.
Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;
in eigenem Sinn genossen und gestrebt.
Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot,
das uns im Innern nicht ein Neues bot.
Das Jahr war viel, in allem Leide reich,
das uns getroffen mit des Geistes Streich.
Ein leeres Jahr war kurz, ein volles lang:
nur nach dem Vollen misst des Lebens Gang,
ein leeres Jahr ist Wahn, ein volles wahr.
Sei jedem voll dies gute, neue Jahr.



Hanns Freiherr von Gumppenberg, 1866-1928



Photo copyright: Isabella Kramer
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Ich brauche Menschen

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Ich brauche Menschen ...

Ich brauche Menschen! Ja – in hellen Zimmern,
Erfüllt von Düften, Lächeln, Fächeln, Flimmern,
Wo schlank geformt – leichtwiegende Gedanken
Von Mund zu Mund sich lachend, blühend ranken!

Ich brauche Menschen ... seid'ner Schleifen Rauschen
Und Blicke, die sich sorglos spielend tauschen,
Und Worte, die ob tausend Kelchen schweifen
Und manchmal scheue, süße Beeren streifen –
Und Töne, die wie flücht'ge Küsse drängen
Und sich an lauschend bange Ohren hängen
Und bunte Wolken in die Blicke stäuben
Und blenden, schmeicheln, lügen und betäuben
Und all das Leere, Schwere überhallen ...

Stöhnst du, mein Herz, daß wir so tief gefallen?


Lisa Baumfeld, 1877 - 1897





Gemälde copyright: Isabella Kramer




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