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Ruhe

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Ruhe 

Gönne dir einen Augenblick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herumgehastet bist. Lerne zu schweigen und du merkst, daß du viel zu viel geredet hast. Sei gütig und du siehst ein, daß dein Urteil über andere allzu hart war.


Laotse





Photo copyright: Isabella Kramer




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Das Gewitter

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Das Gewitter

Urahne, Großmutter, Mutter und Kind,
In dumpfer Stube beisammen sind;
Es spielet das Kind, die Mutter sich schmückt,
Großmutter spinnet, Urahne gebückt
Sitzt hinter dem Ofen im Pfühl –
Wie wehen die Lüfte so schwül!

Das Kind spricht: „Morgen ist’s Feiertag,
Wie will ich spielen im grünen Hag,
Wie will ich springen durch Tal und Höh’n,
Wie will ich pflücken viel Blumen schön;
Dem Anger, dem bin ich hold!“ –
Hört ihr’s, wie der Donner grollt?

Die Mutter spricht: „Morgen ist’s Feiertag,
Da halten wir alle fröhlich Gelag,
Ich selber, ich rüste mein Feierkleid;
Das Leben es hat auch Lust nach Leid,
Dann scheint die Sonne wie Gold!“ –
Hört ihr’s, wie der Donner grollt?

Großmutter spricht: „Morgen ist’s Feiertag,
Großmutter hat keinen Feiertag,
Sie kochet das Mahl, sie spinnet das Kleid,
Das Leben ist Sorg’ und viel Arbeit;
Wohl dem, der tat, was er sollt’!“ –
Hört ihr’s, wie der Donner grollt?

Urahne spricht: „Morgen ist’s Feiertag,
Am liebsten morgen ich sterben mag:
Ich kann nicht singen und scherzen mehr,
Ich kann nicht sorgen und schaffen schwer,
Was thu’ ich noch auf der Welt?“ –
Seht ihr, wie der Blitz dort fällt?


Sie hören’s nicht, sie sehen’s nicht,
Es flammet die Stube wie lauter Licht:
Urahne, Großmutter, Mutter und Kind
Vom Strahl miteinander getroffen sind,
Vier Leben endet ein Schlag –
Und morgen ist’s Feiertag.



Gustav Schwab, 1792 - 1850





Anmerkung: Wahre Begebenheit: "Am 30. Juni 1828 schlug der Blitz in ein von zwei armen Familien bewohntes Haus der württembergischen Stadt Tuttlingen, und tötete von zehn Bewohnern desselben vier Personen weiblichen Geschlechts: Großmutter, Mutter, Tochter und Enkelin, die erste 71, die letzte 8 Jahre alt. Siehe Schwäb. Merkur, 8. Juli 1828, Nr. 163." (Anmerkung Schwabs in der 1. Auflage)


Foto von Erik Gazi auf Unsplash




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Ein K-Gedicht




Ein K-Gedicht 


Kokolores mit Kakao
König Kurt mag einfach alles
Krötenschleim auf Krustenbrot
klebrig, köstlich richtig pralle
Kullekalle gern mit Kraut

Kai sein Koch ihm komponiert
Klitsch mit krausen Kielersprotten
liebt der König es doch sehr
wenn der Knax ist gut gesotten

Stapelweise Knusperkuchen
Karamell auf Kill-Kotelett
Kokoskuss darf auch nicht fehlen
Knapssalat schmeckt kühl recht nett

Kniebel-Knabel ganz sanft pochiert
Kirschenkompott gern zum Kliest
Käferpudding gold kandiert

- glaub nicht alles was du liest! 



veredit©isabella.kramer24


 ABC Reihe für Kinder

Gemälde Copyright: Isabella Kramer 

auch enthalten im neuen Gedichteband "Kinder-Gedichte-Welt" erhältlich über mich oder via blurb.de  

Bitte beachten Sie das Urheberrecht: Copyright Texte, Fotos und Grafiken = Isabella Kramer, veredit - wenn nicht anders erwähnt. Auch für private Homepages dürfen diese Texte, Fotos und Grafiken nicht ohne ausdrückliche schriftliche Erlaubnis verwendet werden! Wenn Sie meine Gedichte oder Bilder verwenden wollen, fragen Sie mich bitte. 
Kontakt über E-Mail: vere_dit@yahoo.de






Im Sommerwald

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Im Sommerwald

Im Sommerwald, wo sich die Blätter drücken,
Liegt Sonnenschein in kleinen Stücken,
Drinnen die Mücken schweben und rücken.
Ich muß mich unter die Stille bücken.
Vor den finstern Tannenlücken
Sah ich einen Schmetterling weiß wie einen Geist aufzücken.
Der Wald riecht nach Kien und ist heiß.
Vielleicht hat hier ein Herz gebrannt und nur der Wald davon weiß.





Max Dauthendey, 1867 - 1918




Photo copyright: Isabella Kramer


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Die Suche






Die Suche

ein Kätzchen wandelt durch die Nacht
sucht ein spezielles Plätzchen 
von dem aus es den Mond bewacht
und springt mit weiten Sätzchen
aufs Dach der alten Kantorei 
ganz nah zum warmen Schornstein 
denn kuschlig sollte es schon sein - 
die Nacht, der Platz, der Mondschein
ein Kätzchen wandelt durch die Nacht 


veredit©isabella.kramer23



Gemälde copyright: Isabella Kramer 




Enthalten in dem Gedichtband Kinder-Gedichte-Welt. Einige wenige Exemplare sind über mich persönlich erhältlich oder via Blurb.de 

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Kinder-Gedichte-Welt
Kinder-Gedicht...
Von Isabella Kramer
Photo book

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Nach dem Gewitter

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Nach dem Gewitter

Das Wetter ist niedergegangen,
Die Wolken, die grollend und grau
Ins schwüle Gebirge gehangen,
Sie stillten der Wälder Verlangen,
Gelöst in unendlichen Thau;
Der Himmel ward heiter und blau.

Wohl zittern wie flammend die Lüfte,
Doch kühlet ein Wehen sie lind
Und trägt durch die dampfenden Klüfte
Der Kräuter gewürzige Düfte;
Wo rege die Wipfel noch sind,
Erschauern die Sträucher im Wind.

Breit fluthet der Bach von den Fällen,
Der wirbelnd im Thale noch schwillt;
Rings tausend lebendige Quellen
Enteilen mit murmelnden Wellen:
Der Balsam, der köstliche, quillt,
Der Durst ist in Strömen gestillt.


Martin Greif, 1839 - 1911





Photo copyright: Isabella Kramer


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